Goodbye Leona!

Zweieinhalb Monate unterstützte uns unsere Praktikantin Leona, 19 Jahre, nun in unseren Schülerlaboren und berichtet hier, wie die Zeit für sie war.

"Hey! Ich bin Leona und habe bei Bayer im Schülerlabor („Baylab“) ein Praktikum für zweieinhalb Monate absolviert. Neben meinem nun abgeschlossenen Abitur mit Biologie LK und Chemie LK, beende ich dual noch eine Ausbildung zur biologisch-technischen Assistentin (BTA). Für mich war Bayer damit die beste Praktikumsstelle, die ich mir vorstellen konnte.

Wenn ich zurückdenke und mir meiner damaligen Erwartungen an mein Praktikum bewusst werde, wird es deutlicher denn je, wie sehr diese übertroffen wurden. Von Anfang an wurde mir sehr viel Vertrauen und Möglichkeiten zur Selbstständigkeit entgegengebracht. Zusammen mit detaillierten Erklärungen über meine Aufgaben, konnte ich mich schnell in meine Bereiche einarbeiten und mich stetig auf neue und vielseitige Tätigkeiten freuen. Zudem hatte ich eine ausgezeichnete Betreuerin an meiner Seite, auf deren Hilfe ich immer zurückgreifen konnte.

Meine Hauptaufgabe war vor allem die Unterstützung im Labor, sprich das Aufbauen und Vorbereiten von Projekten, sowie die Kurse zu betreuen und verschiedenste Aufbereitungen an Chemikalien vorzunehmen. Dabei erhielt ich die für mich großartige Möglichkeit, teilweise selbst die Gruppen durch die Projekte zu leiten und somit viel an Wissen mitzunehmen. In der Zeit konnte ich die verschiedensten Menschen kennenlernen, die mein Praktikum zu einer unvergesslichen Zeit gemacht haben. So lernte ich Gruppen wie die Chemie-Olympioniken oder die Teilnehmer der Summer Academy mit eigenen medizinischen Forschungsprojekten kennen, was ich super interessant fand. Zum Beginn der Ferien begleitete ich eine Woche lang eine engagierte Gruppe freiwilliger Ferienforscher in Monheim. Dabei stand nicht nur sehr viel spannende Laborarbeit im Fokus, sondern auch eigenständiges Programmieren eines Systems, dass dir individuell Daten über die Umgebungsbeschaffenheit einer Pflanze geben konnte. Nebenbei gesagt waren auch hier, im sogenannten Bayer Bee Care Center, die Räumlichkeiten sowie die jeweiligen Leute, die das Projekt begleiteten, wirklich klasse. Auch faszinierend war der Ausflug zum Versuchsgut von Bayer in Burscheid. Umgeben von verschiedensten Obstbäumen und riesigen Flächen unterschiedlichster Früchte lernten wir eine Menge über die Landwirtschaft und so manche Tatsache über Ökosysteme. Neben ganz viel Spaß und jeder Menge Eindrücke konnte man wieder sehr viel an Wissen für sich mitnehmen.

Eine weitere wirklich tolle Erfahrung war die Woche mit den Stipendiaten der START-Stiftung, eine Stiftung für engagierte Jugendliche mit Migrationshintergrund. Zwei Tage stand hier zunächst Design-Thinking auf dem Plan, bei dem eine Menge kreativer Ideen entstand. Den Zielen für nachhaltige Entwicklung wurde in mitreißenden Debatten auf den Grund gegangen und anschließend zu verschiedenen fiktiven Alltagssituationen Prototypen erstellt, die diesen Zielen nahekommen sollten. An den folgenden Tagen stand wieder die Laborarbeit im Fokus, bei der wir zuerst bei Covestro im Chempark eigene bunte Trinkbecher aus Polyurethan herstellen konnten. Auch ein für mich äußerst spannendes Thema war das Projekt Trojaner in der Medizin, welches ich mit den Stipendiaten begleitete. Wir stellten flüssige Magneten her, die man in der Forschung versucht, in Krebszellen zu geben und so durch einen externen Magneten, mit schneller Rotation, Bewegungsenergie, sprich Wärme, erzeugen will. Dadurch möchte man versuchen, gezielt Krebszellen zu zerstören, anders als bei einer Chemotherapie, bei der auch gesunde Zellen angegriffen werden. So konnte ich in all den Wochen noch weitere Workshops und Projekte begleiten, bei denen ich die unterschiedlichsten Menschen kennenlernen durfte. Sogar ein Projekt für Grundschüler fand ich deswegen so interessant, weil die kleinen Kinder mit einer unglaublichen Begeisterung experimentierten und genau das ist meiner Meinung nach auch der Sinn dieser Projekte: Faszination und Interesse zu wecken, vorhandene Stärken in den Naturwissenschaften zu entdecken und die Gruppen für Teamarbeit zu stärken, denn nur im Team konnte man zum Erfolg kommen.

Neben der Arbeit im Labor bestand meine Aufgabe noch darin, ein bestehendes Schulprojekt inhaltlich zu überarbeiten. Hier konnte ich mich intensiv in das Thema DNA-Analysen einarbeiten und das Material für die Schülerinnen und Schüler neu aufsetzen. Dieser Blick „hinter die Kulissen“ war eine wertvolle Ergänzung und wird mir sicherlich auch in meiner bevorstehenden Abschlussprüfung als BTA helfen.

Für mich war es eine grandiose Zeit, in der ich unfassbar tolle Menschen kennenlernen durfte und in eine Arbeitswelt schnuppern konnte, die sich durch ein unglaublich beeindruckendes Miteinander auszeichnete. Alle hier waren im höchsten Maße hilfsbereit, freundlich und immer offen für jede Frage, die man hatte. Ich habe nicht nur sehr viel im Bereich der Naturwissenschaften lernen können, sondern auch persönlich sehr viel mitnehmen können. Somit fällt es mir wirklich schwer, zu realisieren, dass mein Praktikum nun zu Ende ist. Aber ich möchte mich für diese schöne Zeit bedanken, bei all den Referenten, meiner Betreuerin und all den Mitarbeitern, die mich von Anfang an auf beste Art und Weise in das Team integriert haben und mein Praktikum wirklich zu etwas Besonderem gemacht haben. Vielen Dank!"

Leona, du warst eine Bereicherung für unser Team und hast nicht nur im DNA-Projekt bleibende Spuren hinterlassen. Wir bedanken uns bei dir für deine großartige Unterstützung, deinen Wissensdurst und deine freundliche, lustige Art. Bleib wie du bist und der Wissenschaft treu!

Wir wünschen dir alles Gute auf deinem weiteren Weg.